Volocopter

Weltweit erster bemannter Flug mit einem elektrischen Multicopter

 

Nach einer Entwicklungszeit von ca. einem Jahr und einer Reihe von unbemannten Tests gelang Thomas Senkel am 21. Oktober 2011 der weltweit erste bemannte Flug mit einem Prototyp des neuartigen Volocopters. Dies brachte ihm sogar einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde.

Thomas Senkel glücklich nach dem Erstflug: "Die Flugeigenschaften sind sehr gutmütig. Ohne Zutun des Piloten bleibt das Ding einfach auf der Stelle in der Luft stehen".

Mit seinen sechzehn Propellern kann der e-volo Multicopter senkrecht starten und landen wie ein Hubschrauber. Ein wesentlicher Vorteil ist, neben der bestechend einfachen Bauweise ohne aufwendige Mechanik, die Redundanz der Antriebe. So kann selbst beim Ausfall von bis zu vier Motoren das Fluggerät noch sicher gelandet werden. Der elektrische Antrieb wird von Lithiumakkus gespeist und bietet je nach Zuladung derzeit eine Flugdauer von bis zu 20 Minuten. Mit 80 kg Leergewicht inklusive Akkus handelt es sich um ein ultraleichtes Fluggerät.

Im Unterschied zu Hubschraubern und Tragschraubern, bei denen der Weg nach oben durch den Hauptrotor versperrt ist, kann der Volocopter mit einem Gesamtrettungssystem in Form eines Fallschirms ausgestattet werden.

Die Propeller erzeugen den gesamten Auftrieb und sorgen zusätzlich durch gezielte Drehzahländerung für die Steuerung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Luftfahrzeugen ist der Volocopter von Anfang an als Fluggerät mit Elektroantrieb konzipiert. Außerdem sind an den Propellern (im Gegensatz zum Hubschrauber) keinerlei Mechaniken zur Blattverstellung notwendig. Diese beiden Faktoren machen den Volocopter zu einem mechanisch sehr einfachen und nahezu wartungsfreien Fluggerät.

Die automatische Lageregelung und die Richtungssteuerung erfolgt mit mehreren unabhängigen und sich gegenseitig überwachenden Bordcomputern, die jeden Motor separat in seiner Drehzahl regeln. Die Steuerung erfolgt sehr einfach mit einem Joystick (Fly-by-wire). Im Unterschied zu jedem anderem Fluggerät ist die Handhabung kinderleicht. Es wird senkrecht gestartet und gelandet und der Pilot muss sich keinerlei Gedanken um Gleitwinkel, Mindestgeschwindigkeiten, Strömungsabriss, Gemischregelung, Pitchverstellung und viele andere Dinge machen, die in der herkömmlichen Fliegerei so anspruchsvoll sind.

Vorträge über die Entwicklung des Volocopters

Diese beiden Vorträge habe ich im Abstand von zwei Jahren (2012 und 2014) beim “Big Tech Day” in München gehalten:

 

 

 

Erstflug des neuen VC200 Volocopters in der dm-arena, Karlsruhe

 

Mit dem Prototyp des Zweisitzers VC200 wurden am Sonntag, dem 17. November 2013, der Jungfernflug sowie erste Testflüge in der dm-arena in Karlsruhe erfolgreich durchgeführt. Auf seiner Grundlage wird in den kommenden Jahren die Serienproduktion vorbereitet.

Bei mehreren Flügen von einigen Minuten Dauer bis in Hallendecken-Nähe der 22 m hohen dm-arena mit etlichen sanften Starts und Landungen, wurden alle Erwartungen an das Konzept der Volocopter bei weitem übertroffen. Satter und unglaublich leiser Sound, absolut keine spürbaren Vibrationen im Flug, überzeugende Struktur mit neuen Landekufen und extrem ruhiger Rotorebene.

Und wie es weiter ging...

Im Juli 2015 verließ Thomas Senkel die von ihm mitgegründete E-volo GmbH, um sich wieder neuen, eigenen Projekten zuwenden zu können. Für einen Erfinder ist die wesentliche Arbeit schon ganz am Anfang getan. Danach übernehmen andere dann das Projekt. Im Rückblick auf fast fünf spannende Jahre mit e-volo wünsche ich dem Projekt auch in Zukunft alles Gute!

Weitere Informationen auf der Homepage von E-volo.

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